
Das Glück deines Lebens hängt von der Beschaffenheit deiner Gedanken ab.
Marc Aurel
In der dritten Folge von 24Stories begrüßt Kathrin Pichler als erste Gästin Vera Kammerer. Vera unterstützt anspruchsvolle Singles mit Wunsch nach einer festen Beziehung und hat damit ihr Herzensprojekt zum Beruf gemacht. Empathie, Einfühlungsvermögen, eine gewisse Menschenkenntnis und ihr Glauben an die Liebe zeichnen sie aus und bilden das Fundament ihrer Tätigkeit. Sie liebt es, außergewöhnliche Wege zu gehen und neue Herausforderungen anzupacken.
Ich bin aus dem Pustertal, 33 Jahre, verheiratet und Mutter eines kleinen Sohnes. Im Jänner 2021 habe ich die Partneragentur Vera Kammerer gegründet und damit eine 180 Grad Wendung in meinem Berufsleben gewagt. Nach 13 Jahren in einem Büro für Wirtschafts- und Steuerberatung habe ich den Schritt in die Selbstständigkeit gemacht. Von da an ist mein bewusster Umgang mit der Zeit noch wichtiger denn je.
Mein Privatleben und die Berufstätigkeit sind nicht mehr komplett voneinander trennbar, da sind Struktur und Planung das Um und Auf.
Meine Herausforderungen sind sicherlich, dass eben Vieles nicht planbar ist. Die persönliche Betreuung und Nachbetreuung meiner Klienten ist sehr zeitintensiv. Ich muss mir zudem auch immer wieder Zeitfenster für Werbung und Social-Media-Arbeit freihalten. Das Handy ist mein ständiger Begleiter und allein meine beruflichen Telefonate machen ca. 25 Stunden pro Monat aus.
Die größte Herausforderung ist aber sicherlich, das Muttersein und ein erfolgreiches Business unter einen Hut zu kriegen. Die Familie steht an erster Stelle. Trotzdem erfordert die Selbstständigkeit hohe Flexibilität, Einsatz und Engagement.


Der Wochenplaner begleitet mich täglich, es liegt den ganzen Tag offen auf meinem Schreibtisch und bildet den roten Faden in meinem Alltag. Ich bin generell ein Mensch, der lieber Handnotizen verwendet und wenig auf die digitalen Möglichkeiten zurückgreift.
Morgens werfe ich als allererstes einen Blick ins Buch und verschaffe mir einen Überblick über meinen Tag. Meistens blicke auch noch kurz über die restliche Woche, bevor ich dann losstarte. Wenn ich abends feststelle, dass ich (fast) alle Punkte abhacken konnte, bin ich richtig stolz. Ich habe aber auch gelernt, es anzunehmen, wenn es mal nicht so ist. Wenn alles drunter und drüber gegangen ist habe ich vielleicht zu wenig Spielraum für Unvorhergesehenes eingeplant. Freitags mache ich dann meistens schon eine grobe Planung für die kommende Woche, schaue was liegengeblieben ist und versuche es, die darauffolgende Woche einzuplanen.
Die Eisenhower-Matrix nutze ich mit dem Wentiquattro das erste Mal. Es tut mir gut, Prioritäten zu setzten und nicht alles als „gleich wichtig“ einzustufen. An vielen Wochen konzentriere ich mich fast ausschließlich auf das Feld „Wichtig und Dringend“. Ich versuche aber auch immer bewusst, wenigstens einen Punkt aus dem Feld „Wichtig und nicht dringend“ abhacken zu können.
Wentiquattro bedeutet für mich Struktur, Ziele setzen, auch mal Stehenbleiben und Rückschau halten, Reflektieren und Orientierung.
Vor meinem Wentiquattro hatte ich viele lose Zettel, die auf meinem Schreibtisch herumschwirrten (To-Do’s für den laufenden Monat, die laufende Woche, den laufenden Tag). Nach dem Abhacken landeten die Zettel im Müll und zeitgleich waren damit die erledigten Arbeiten vergessen. Durch das Notizbuch habe ich auch die vergangenen Wochen bildlich und handfest, was mir nochmals meine Arbeit greifbarer macht und schon allein dadurch zu einem kleinen Erfolgserlebnis wird.
Zudem habe ich alle Notizen, meinen Wochenplan und die To-Do’s gebündelt und kompakt. Das gibt mir mehr Struktur und auch mehr Ordnung.
Die Timeboxen lassen mir Spielraum für Aufgaben, die ich zeitlich nicht klar einschätzen kann, machen mir aber auch sichtbar, wie wenig „freie Zeit“ an manchen Tagen übrigbleibt, um auch dem kreativen Teil meiner Arbeit Platz zu schenken.
Durch die Erfolgsrückschau nehme ich mir auch bewusst Zeit, die Woche zu reflektieren und Positives festzuhalten. Manchmal habe ich das Gefühl „Ach, es war eh eine ganz normale Woche, was soll ich da in die Erfolgsliste eintragen?“. Wenn ich mir dann aber kurz Zeit nehme und einen Punkt aufschreibe, kommen die nächsten Punkte dann meistens von alleine. Ich schätze viel mehr, was ich erreicht und erledigt habe und mir wird jedes Mal wieder aufs Neue bewusst, dass eben die kleinen Schritte schlussendlich wertvoll und zielführend sind.
Ich empfinde die Kombination aus den verschiedenen Zeitmanagement-Techniken im Wentiquattro so spannend und wertvoll. Ebenso lässt die wöchentlich leere Seite für Notizen und Ideen auch Raum für Kreativität und spontane Gedanken, alles schön verpackt in einem Buch. Schön verpackt im doppelten Sinn, denn auch die hochwertige Verarbeitung macht Spaß und gibt der eigenen Arbeit nochmals mehr Wertigkeit.
Vielen Dank an Vera für den interessanten Austausch. Es war mir eine Freude, dich als Gästin in der dritten Folge des Wentiquattro Format 24Stories zu haben!
Du willst mehr über Vera und ihre Arbeit erfahren? Dann schau rein unter www.partneragentur.it. Als weitere Empfehlung kannst du auf YouTube Vera’s Kanal abonnieren. Sie teilt dort ihre Interviewreihe „Gesprächsstoff“: Partneragentur Vera Kammerer.
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